Feuertruhe 2

Feuertruhen: Truhen für das Feuer: Sie behüten das Feuer und bändigen es. Ihre Oberflächen tragen die Spuren des Feuers, denn im Feuer wurden ihre Kacheln gebrannt. Bei der „Feuertruhe 2“ sieht man die Zeichnung der Flammen in Grau und Schwarz, je nach dem wie der Rauch beim Räuchern der Glanztonoberfläche in die Keramik eingedrungen ist.

Feuertruhe 2 im Servitenkloster in Wien

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Die Kacheln wurden vor dem Schrühbrand mit weißer „Terra Sigillata“ bestrichen. Diese sogenannte „Glanztontechnik“ kennt man von den griechischen Vasen. Der „Glanzton“ besteht aus den feinsten Bestandteilen des Tons. Um sie zu gewinnen, mischt man den Ton mit reichlich Regenwasser und schöpft an der Oberfläche die feinsten Tonschuppen ab.

Walter Mottl, der Terra Sigillata Experte von Wien, in seiner Werkstatt

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Die ursprünglich weißen Kacheln wurden bei 700 Grad aus dem Ofen genommen und in Sägespäne gelegt. Durch das Räuchern wird Kohlenstoff in die Keramik eingelagert. Dort wo Flammen entstehen, brennt das Feuer den Kohlenstoff wieder heraus und es entstehen graue Schattierungen, die den Verlauf der Flammen zeigen.

Beim „Räuchern“ der Kacheln

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